Trip nach Malta

Hallo Urlaubssucher, hier ein kleiner Einblick in unseren kurzen Trip nach Malta. Vielleicht bekommt Ihr dadurch eine Idee oder einen Vorgeschmack für euren/deinen nächsten Urlaub. Um euch einen Eindruck von unserem Maltatrip zu verschaffen, haben wir hier noch ein paar Bilder und Informationen zusammengefasst. Hier ein paar Tipps von unserer Seite: Der Taxistand am Flughafen war nicht zu übersehen. Für die Fahrt zu unserer Unterkunft, NSTS Campus Residence & Hostel in Msida bezahlten wir 20€. Dort haben wir für 3 Nächte und Eco-tax ca. 43€ p.P. bezahlt. Von dort läuft bis zum Hafen ca. 20 Minuten und man findet an jeder Ecke etwas spannendes zu entdecken. Wie zum Beispiel Kirchen oder auch einige freilaufende Katzen. Am Hafen angekommen, gibt es eine Vielzahl an Restaurants mit einem wunderschönen Ausblick. Touristenshops sind auch zahlreich vorhanden und Einkaufsläden gibt es an jeder Ecke. Wenn man an der Hafenpromenade entlang läuft und durch ein paar Gassen schlendert, findet man auch direkt die wunderschöne Steinbucht von Sliema. Für die Partyurlauber unter euch, kann man am besten im bekannten Partyviertel Paceville das Nachtleben genießen. Es erwartet euch nicht nur dort, sondern in ganz Malta eine offene und herzliche Atmosphäre. Wir hoffen, wir konnten euch oder dich ein wenig inspirieren! Euer Reisebüro-Global-Team

Andalusische Impressionen: Huhn statt Ziegenkäse

Lieber Wolfgang, wir waren vorgestern in Malaga nachdem wir eigentlich in Torre del Mar zu einem Ziegenkäse-Markt wollten, der wegen der miesen Wettervorhersage aber kurzfristig abgesagt wurde. Die Sonne schien dennoch bis mittags und die wenigen Tröpfchen, die ab und an von einer Wolke runter regneten, hätten dem Käse nicht geschadet. Pech, zumal Torre immerhin 94 km entfernt ist von hier. So haben wir erst einmal gefrühstückt und sind dann zurück nach Malaga gefahren in das aufmüpfige, herunter gekommene Barrio Lagunillas etwas oberhalb des Hafens. Wie sich dieses kleine Viertel hat halten können inmitten von Prachtbauten, ist mir ein Rätsel. Und leider habe ich auch vergessen danach zu fragen. Es begann wie überall. Erst kamen einige Künstler, in deren Gefolge Privatleute, die anfingen aufzukaufen und für eigene Zwecke zu renovieren. All das war o.k. für die EinwohnerInnen, doch als die ersten gewerblichen Investoren nach Ende der Finanzkrise das exzellent gelegene Viertel entdeckten, haben sie haben dort eine Bürgerinitiative gegründet. Zuvor hatte ein dort wohnhafter Streetart-Künstler bereits eine Initiative gestartet, das Barrio zu verschönern. Er brachte den interessierten EinwohnerInnen das Sprayen bei und besorgte Sponsoren für die Materialien. Was anfangs "nur" Ornamente waren, wurde mit der Zeit immer ausgefeilter. Nur EinwohnerInnen des Barrios dürfen malen bzw. sprayen, und sie waren es auch, die sich zur Bürgerinitiative zusammen schlossen und sich politisierten. Stramm links waren sie immer, erzählte uns ein junger Einwohner, doch jetzt seien sie auch politisch aktiv und für "die im Rathaus" so lästig wie irgend möglich. Ziel sei, die Stadt dazu zu bringen, die nicht mehr bewohnbaren Häuser aufzukaufen und sozial verträglich zu sanieren. Da bin ich ja mal gespannt..... ! In den nicht mehr bewohnbaren Häusern fänden viele Obdachlose Unterschlupf, und für die müsse auch gekämpft werden. In der Zeitung stand, die Bewohnerschaft möchte nicht, dass ihr Barrio zum Sight-Seeing-Objekt wird. Ich fragte mich, warum dann ein Artikel über dieses Viertel erscheint, ohne den wir zwar schon vorbei gefahren sind und uns über herunter gekommene Fassaden so dicht am Prunk wunderten, doch nicht auf die Idee kamen, dort einmal hinein zu gehen. Wir waren die einzigen Fremdlinge und mir war nicht so ganz wohl, mit der großen Kamera umher zu tappen und Fotos zu machen. Als aber vorüber kommende EinwohnerInnen immer wieder stehen blieben, um mir nicht ins Bild zu laufen und dann auch noch freundlich grüßten, war klar, dass sie nicht überrannt werden von Fremdlingen in ihren engen Straßen und daher oder generell nichts dagegen haben, wenn man sich für ihr Barrio interessiert. Nachts würde ich allerdings dort nicht hingehen, obwohl ich als alte Person sicherlich weniger zu befürchten hätte. Der junge Einwohner, mit dem wir uns vor einer kleinen Bar unterhielten und der uns das oben schon Geschriebene erzählte, hatte auch großen Spass daran, uns von seinem Barrio und den dort wohnenden Menschen zu erzählen. Alle Personen, die dort per Streetart verewigt sind, sind Personen aus dem Viertel; verfremdet oder naturalistisch, Jeder weiß, wer es ist. Und wer hier lebe, der wolle auch nicht weg. Er erzählte noch als ein älterer Mann schnurstracks auf mich zu kam und fragte, ob er dieses bemalte Ei von der Wand um die Ecke nehmen dürfe. Wie er auf mich komme, fragte ich ihn. Er sei vor einer halben Stunde dort vorbei gegangen und habe es nicht gesehen, dann aber auf seinem Rückweg. Und dann habe er Leute gefragt, ob sie gesehen haben, wer das dort angebracht hat. Hatten sie, und auch, wohin wir gegangen waren. Er sagte, es tue ihm leid, doch nur Einheimische dürften sich künstlerisch hier betätigen. Ich erklärte ihm, dass dieses "Ei" von einem Berliner Streetart-Künstler in immer neuen Variationen gemacht wird, dass es eine Aktion ist, um auf die ALS-Krankheit hinzuweisen und dass es leicht abgeht, ohne Spuren zu hinterlassen. Dafür sei es sogar gedacht, denn der, der Berger (so heißt "das Ei") findet, soll ihn ja mitnehmen und Fotos mit ihm machen, die dann auf Facebook oder Instagram gepostet werden. Weg war er und kam freudig strahlend mit Berger zurück. Und dann erzählte er, der Belgier, der seit 20 Jahren in diesem Viertel wohnt und Mitglied des Organisationsteams ist. Er hatte damals eine Halle mit einer Wohnung darüber sehr günstig mieten können und ist auch geblieben. Er hat die Wohnung und die Halle inzwischen gekauft und alles renoviert. Nur von außen sehe alles noch so aus wie damals. Eine schöne Fassade passe dort einfach nicht hin. Er sprach Niederländisch mit Michael, Englisch mit mir und Spanisch mit uns beiden, wenn der junge Andalusier ratlos drein schaute. Berger soll vorerst einen Platz im Versammlungsraum der Bürgerinitiative bekommen, so sei er dort und das Verbot eingehalten. Wir haben dann noch zu viert mit vier Sprachen durcheinander gequatscht, der junge Andalusier lachte nur noch. Und dann, es war schon zwei, entdeckte Michael hinter der kleinen Bar, an der wir saßen, eine lange Schlange. Eine kleine Hähnchenbraterei, Fenster ein wenig siffig. Er sagte, er hätte jetzt richtig Appetit auf ein Brathähnchen, doch die Schlange sei zu lang. Kein Problem, sagte der junge Andalusier, der Chef sei sein Onkel. Wenn Michael wolle, hole er eins durch den Hintereingang. Ja, aber zum Mitnehmen, denn wir müssten jetzt endlich aufbrechen. Gesagt, getan, wir hatten in kürzester Zeit unser Hähnchen. Sie stopfen Zitronen, Zwiebeln und Knoblauch in die Hähnchen, das gibt einen sehr guten Geschmack. Köstliches Brathähnchen statt köstlichem Ziegenkäse, wir waren zufrieden. Torre del Mar, der Küstenort von Vélez-Malaga, ist übrigens ein sehr schöner Urlaubsort. Sehr gepflegt, sehr schöne Strandpromenade mit breitem Strand, Fußgängerzonen, kein Massentourismus und viele innerstädtische Parkplätze. Nicht nur wer während des Urlaubs auch mal zum Skifahren in die Sierra Nevada möchte, ist dort sehr gut aufgehoben. Wir waren schon einmal vor ein paar Tagen kurz dort für einen kleinen Zwischenstopp und sahen einen Baum, an dem grüne Gurken hingen. So zumindest sahen die Früchte aus. Wir kennen diesen Baum aus Marbella, haben ihn dort aber bisher weder in Blüte, noch mit Früchten gesehen. So wollte ich also unbedingt wissen, wie dieser Baum heißt. Kein Problem, an der Strandpromenade arbeiteten gerade Bauarbeiter und auch Gärtner. Michael fragte die Gärtner, sie wussten es nicht. Michael ging zu den Bauarbeitern, sie wussten es auch nicht. Michael blödelte noch mit ihnen herum als einer der Gärtner angelaufen kam. Das sei der Palo Barracho, Heimat Südamerika. Palo Barracho heißt betrunkener Knüppel. Einem Knüppel ähnlich ist der Stamm, eigentlich einer mittelalterlichen Keule, denn der Stamm hat dicke Dornen. Warum aber betrunken wissen wir bis heute nicht. Vielleicht verarbeiten die Andenvölker diese Gurken zu einem alkoholischen Getränk. Der Gärtner hatte übrigens seinen Chef angerufen, weil es an seiner Ehre kratzte, dass er diesen Baum nicht kannte. Michael blödelte weiter mit den beiden Bauarbeitern. Einer von ihnen roch penetrant nach einem Eau de Toilette, wie übrigens viele Andalusier und Andalusierinnen in diesem Zeug zu baden scheinen. Ich hörte nur, wie Michael ihn fragte, ob er auf der Suche nach einer Frau sei, weil er selbst zur Arbeit schon so gut rieche. Der fragte dann prompt, ob wir denn heiratsfähige Enkeltöchter hätten. Noch zu jung mit knapp unter 20, sagte Michael. Ach nein, meinte der Einbalsamierte und bat mich, ein Foto von ihm zu machen und es den Enkelinnen zu zeigen. Er habe es noch nicht eilig und falls eine Gefallen an ihm hätte, könne sie ihn immer montags bis freitags irgendwo am Paseo Maritimo finden. Ich glaube nicht, dass er damit Erfolg hat. Liebe Grüße aus Marbella!

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